Margareta Bitzinger

Heilpraktikerin / Physiotherapeutin

Die einzelnen Therapieformen und ihre Anwendungsmöglichkeiten

Die Craniosacrale Therapie (CST)

ist eine sanfte manuelle Technik zur Befunderhebung und Behandlung des Craniosacralen Systems (d.h. der Umgebung, in der Gehirn und Rückenmark funktionieren).
Das Craniosacrale System besteht aus Membranen und der Gehirnflüssigkeit und erstreckt sich von den Knochen des Schädels(=Cranium) zu den Knochen des Beckens bzw. Kreuzbeins(=sacrum)
Mittels verschiedener Techniken wie zum Beispiel dem Craniosacralem Rhythmus kann ein Ungleichgewicht im Spannungszustand aufgespürt und behandelt werden.
Probleme, die aus einer erhöhten Spannung bzw. aus Blockaden innerhalb dieses Systems resultieren sind beispielsweise chronische Schmerzen, Migräne, Funktionsstörungen der Kiefergelenke, Tinnitus, hormonelle Störungen, chronische Übermüdung oder Unruhe.
Bei Kindern kann auch ein Geburtstrauma
(schnelle Geburt, Saugglocke, Kaiserschnitt...) die Ursache für verschiedene Entwicklungsstörungen sein, wie zum Beispiel Muskeltonusstörungen, Sprachstörungen, Unruhe, Schiefhaltung, Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten.
Auch Unfälle, Verletzungen und seelische Traumata können im Körper „Abdrücke“ hinterlassen, die sich sowohl körperlich als auch seelisch auswirken können.
Die Craniosacrale Therapie wurde in den 1970 iger Jahren von Dr. John Upledger- einem osteopathischen Arzt und Chirurgen entwickelt (www.upledger.de).


Osteopathie

Unter Osteopathie versteht man den ganzheitlichen diagnostischen und therapeutischen Ansatz einer manuellen (d.h. mit bloßen Händen) Untersuchung und Behandlung eines Patienten.
Sie beinhaltet drei Komponenten:
Als erstes das Parietale System - betreffend die Gelenke und die Wirbelsäule. Therapiert wird hierbei mit der „Manuellen Therapie“.
Ein weiterer Bestandteil ist die Craniosacrale Therapie.
Der dritte Bereich umfasst die Viszerale Osteopathie, welche sich zum Ziel gesetzt hat, fasziale Spannungen im Organsystem zu beseitigen.
Alle Organe befinden sich in einer Faszie (=bindegewebige Umhüllung), die über Bänder und dem Bauchfell an der rückwärtigen Bauchwand befestigt sind. Einschränkungen an Organen sowie deren Aufhängungen können häufig die Ursache von immer wiederkehrenden Rückenbeschwerden, ISG- und Wirbelblockaden sein.
Kehren Beschwerden, die sich primär manualtherapeutisch gut lösen lassen immer wieder zurück, sollte eine Untersuchung des Organsystems in Betracht gezogen werden.


Manuelle Therapie

Synonym dazu findet man auch die Begriffe Chiropraktik oder Chirotherapie.
In der Manuellen Therapie wird die Stellung der Gelenke- auch der Gelenke der Wirbelsäule- zueinander überprüft und behandelt.
Festgestellte Bewegungseinschränkungen (Hypomobilitäten) werden mobilisiert, Überbeweglichkeiten (Hypermobilitäten) werden stabilisiert.
Unverzichtbar ist die begleitende Behandlung der Muskulatur sowie des Bindegewebes.


Vojtatherapie

Die von Dr. Vaclav Vojta entwickelte Behandlungsmethode wird eingesetzt bei Störungen des Nervensystems sowie des Haltungs-und Bewegungsapparates.
Die Behandlung erfolgt in bestimmten Ausgangsstellungen in denen bestimmte Druckpunkte (=Zonen) ausgelöst werden. Dadurch wird im Körper reflektorisch ein bestimmtes Bewegungsmuster sowie eine vegetative (d.h. betreffend die Durchblutung) und sensible (d.h. betreffend das Gefühl) Reaktion hervorgerufen. Dieses ausgelöste Bewegungsmuster bezeichnet man als „Reflexlokomotion“.


Kinesiotaping/ Propriozeptives Sensomotorisches Taping

Durch die von Dr. Kenzo Kase aus Japan entwickelten Methode zum Tapen (=Anlegen von Pflasterstreifen), können Gelenke gut therapiebegleitend unterstützt werden.
Je nach Indikation wird die Farbe und die Tapeanlage ausgewählt.
Muskelgruppen können somit je nach Befund angeregt oder entspannt werden,
Gelenke unterstützt und korrigiert.
Das Kinesiotape erlaubt eine normale Beweglichkeit, gibt der Muskulatur aber eine bestimmte Information. Das darunterliegende Gewebe wird besser durchblutet.
Es kann mehrere Tage (bis ca. zwei Wochen) getragen werden und darf auch nass werden.


Die Ohrakupunktur/Auriculotherapie

Bereits im 1. Jahrhundert n.Chr. wurde diese Technik in der chinesischen Kultur angewandt und dann in der Mitte des letzten Jahrhunderts von dem Franzosen Paul Nogier über viele Jahrzehnte erforscht,bis es ihm gelang,die Repräsentation aller Organe am Ohr zu entschlüsseln.Diese Therapieform eignet sich sowohl für die Behandlung von akutenals auch chronischen Krankheitsbildern.Behandelt wird entweder mit Einmalnadeln, die 20-30 Minuten lang im Ohr verbleiben oder mit Dauernadeln (alternativ Kügelchen,Samen oder Kristalle),welche aufgeklebt werden und einige Tage am Ohr verbleiben.Ich verwende diese Therapieform sowohl gesondert als auch zur Unterstützung in Kombination mit anderen Therapien (z.B. Osteopathie).